Husky-Touren:
Rehabilitation nach der Krebstherapie

Ein Abenteuer der besonderen Art erleben krebskranke Jugendliche auf Husky-Schlittentouren in Skandinavien. Fernab von der Zivilisation machen sie mit dem erfahrenen Schlittenhundeführer Jochen Mendel und seinen Huskys besondere Erfahrungen. „Herzenswünsche" e.V. unterstützt das Projekt seit 2004.

Die Husky-Tour ist eine tiergestützte Therapie für Menschen mit schweren körperlichen Erkrankungen, die das Vertrauen in den eigenen Körper und seine Leistungsfähigkeit verloren haben. Die Erkenntnis, dass man trotz der Erkrankung zu körperlichen Höchstleistungen fähig ist, ist ein wesentlicher Teil der Rehabilitation.

Julia erinnert sich: „Den Schlitten eigenständig zu lenken, war ein so einmaliges Erlebnis. Wir alle kehrten von diesen Touren mit größerem Selbstbewusstsein und einem noch größeren Strahlen im Gesicht zurück. Das, was wir auf der Tour erleben durften, war einmalig, und wir alle hätten es uns am Anfang nicht zugetraut. Wir werden daran immer sehr gerne zurück denken, um Kraft, Energie und Freude zu tanken."

Onkologisch erkrankte Kinder und Jugendliche erleben durch die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, die im Rahmen ihrer Krankheit erforderlich sind, immer wieder schwere körperliche "Verletzungen" wie Punktionen, Injektionen und Operationen. Durch die Chemotherapie und ihre Nebenwirkungen erleben sich die Jugendlichen und ihren Körper als krank, schwach, defizitär und "untauglich". Das Vertrauen in sich und in die Vitalität ihres Körpers ist zerstört. Die Husky-Tour soll für die Jugendlichen nach Abschluss der Therapie die Möglichkeit eröffnen, sich und ihren Körper als wieder belastbar, kompetent und "lebenstauglich" zu erleben. Das Projekt verbindet drei bekannte Prinzipien der Reha: Tiergestützte Therapie, Naturerlebnisse & das Erleben in der Gruppe.

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