Musik hilft heilen

Kommunikation kennt viele Spielarten. Sprache ist nur eine Form von Kommunikation. Die Musik ist eine andere Art von Sprache. Über das Medium Musik ist ein Dialog möglich. Musik spricht den Menschen auf einer emotionalen Ebene an. Das Kind bekommt die Chance, sich und seine Gefühle durch die Musik auszudrücken. „Herzenswünsche" e.V. unterstützt in einigen Kliniken die Finanzierung der Musiktherapie, denn sie ist (noch) keine Krankenkassenleistung.

Was bewirkt Musiktherapie?

„Das Gehör ist eines der wichtigsten Sinnesorgane von Geburt an. Damit werden Eindrücke gesammelt und gespeichert, die uns früh und ein Leben lang prägen. Nach einer Verletzung bleiben die gespeicherten Eindrücke meist erhalten, werden aber durch schnell einsetzende Wundheilungsprozesse und eine Phase der 'Nichtbenutzung' verdeckt. „Das ist die Theorie", sagt Privat-Dozent Dr. med. Otfried Debus, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Clemenshospital Münster, „in der Praxis machen wir vielfältige Erfahrungen mit der Musiktherapie: Zum einen spricht die Musik tief sitzende Emotionen bei den Kindern (und Eltern!) an. Sie entlockt den Kindern verloren geglaubte Freude und Fröhlichkeit, ohne die eine Motivation für alle anderen Therapien gar nicht denkbar ist. Zudem hilft sie den Kindern, Traurigkeit und Wut hervorzuholen und sich damit seelisch zu erleichtern. Durch die Musik erreichen und beruhigen wir Patienten, die sehr angespannt und verschlossen sind. Ich erinnere mich an ein 11-jähriges Mädchen, das vollkommen starr und stumm im Bett lag, nicht sprach und auf keine Ansprache reagierte. Als die Musiktherapeuten ihre Lieblingspopsongs zur Gitarre singt, beginnt sie plötzlich lauthals mit deutlichen Worten mitzusingen. Das war der Wendepunkt. Jetzt konnte die gesamte Therapie starten."

Hier finanzieren wir Musiktherapie:


Kinderintensivstation Universitätsklinikum Münster
Kinderonkologie Universitätsklinikum Essen

 

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